An all die Weltverbesserer da draußen, die uns unterstützt haben: Danke! Wir haben bisher fast eine halbe Million Seifen in Indien mit der Welthungerhilfe verteilt. Hier nehmen wir euch mit auf die Reise zum Projekt.

Im Januar sind wir nach Indien gereist, um unser Projekt mit der Welthungerhilfe zu besuchen. Wir wollten sehen, wie und wo genau deine Hilfe ankommt und was wir nach einem halben Jahr bewirkt haben. Wir waren sehr berührt von dem, was wir vor Ort erleben durften und möchten unsere Eindrücke gern mit dir teilen. Denn du hast dieses großartige Projekt mit deinem Einkauf erst möglich gemacht!

Indien – ein Land der Gegensätze

Zwischen dem Himalaya im Norden und dem Indischen Ozean im Süden liegt ein Land mit unglaublich reicher Kultur, beeindruckenden Landschaften und trubeligen Städten. Mit etwa 1,3 Milliarden Einwohnern ist Indien nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Etwa ein Drittel der Einwohner lebt in Städten, die Mehrheit auf dem Land. Die sich schnell entwickelnde Wirtschaftsmacht gehört heute zu den ökonomisch bedeutendsten Ländern der Welt. Dennoch ist Indien von Armut gezeichnet – mehr als ein Viertel der Menschen ist zu arm, um ihre tägliche Ernährung zu sichern.

Besonders in ländlichen Regionen ist die Situation kritisch. So auch im östlichen Jharkhand, einem der am wenigsten entwickelten Bundesstaaten Indiens. Hier ist jedes dritte Kind unter fünf Jahren untergewichtig. Die Welthungerhilfe ist seit Jahren im Einsatz, um die Situation für die Menschen vor Ort zu verbessern. Auch wir unterstützen zusammen mit dir eines ihrer Projekte.

Good Governance – ein Projekt von EU und Welthungerhilfe

Um die Gesundheitssituation der Menschen in Jharkhand langfristig zu verbessern, haben die EU und die Welthungerhilfe das sogenannte Good Governance Projekt ins Leben gerufen. Zu dem langjährig angelegten Projektplan gehören unter anderem Maßnahmen im Bereich Bildung, Ernährung und Hygiene. Wir unterstützen dieses Projekt durch die Finanzierung von Seifen, die an Schulen verteilt werden. Denn viele Menschen können sich im Alltag keine Seife leisten. Insgesamt konnten wir dank eurer Hilfe 400.000 Seifen an 64.215 Schulkinder ausgeben und sie und ihre Familien für ein halbes Jahr versorgen.

Warum ist Hygiene so wichtig?

Infektionskrankheiten, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene übertragen werden, sind nach wie vor einer der Hauptgründe für Unterernährung und Kindersterblichkeit. Laut Weltgesundheitsorganisation sind Durchfallerkrankungen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Jedes Jahr sterben daran fast 1 Million Kinder. Dabei wären mehr als die Hälfte dieser Todesfälle vermeidbar.

Bereits richtiges Händewaschen mit Seife kann die Verbreitung solcher Erkrankungen verhindern. Darum sorgt die Welthungerhilfe dafür, dass die Kinder lernen, wie man sich richtig die Hände wäscht und so die Übertragung von tödlichen Durchfallerkrankungen vermeidet. Der Einsatz der Welthungerhilfe und die Bereitstellung der Seifen durch share sollen eine langfristige Verhaltensänderung bewirken. So soll der Hygienestatus und damit die Gesundheitssituation der Menschen in Jharkhand nachhaltig verbessert werden.

Wer alles bei der Reise dabei war

Wir haben uns auf die Reise gemacht: Maria, Franzi und Ben waren vom Team share unterwegs. Außerdem wurden wir von Kostja Ullmann und Lisa-Marie Koroll begleitet. Starfotograf Christoph Köstlin hat alles mit seiner Kamera festgehalten. Und natürlich wurden wir tatkräftig vom Team der Welthungerhilfe unterstützt. Wir stellen euch alle Mitreisenden am Ende des Beitrags genauer vor.

Das war unsere Route

Um zu den Schulen und Projekten vor Ort zu gelangen, sind wir einmal quer durch den Nordosten Indiens gereist – per Flugzeug, Auto und Bahn. Denn die Regionen, die am stärksten auf Hilfe angewiesen sind, sind meist sehr abgelegen und oft nur nach stundenlanger Autofahrt zu erreichen. Die Reise war nicht immer bequem, dafür aber immer sehr eindrucksvoll.

Ankunft in Neu-Delhi

Nach mehr als 12 Stunden Reise kommen wir Sonntagnacht in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi an – müde, aber sehr gespannt darauf, was die vor uns liegenden Tage für uns bereithalten. Am nächsten Morgen besuchen wir das Landeshauptquartier der Welthungerhilfe und werden sehr warm empfangen. Die indischen Mitarbeiter der Welthungerhilfe erklären uns die neuesten Entwicklungen des Projekts und bereiten uns auf die Besuche in den Schulen vor. Spannung und Vorfreude steigen, als wir uns auf den Weiterflug nach Jharkhands Hauptstadt Ranchi machen.

Wir besuchen die ersten Schulen in Khunti…

Am Dienstag ist es soweit – wir besuchen drei Schulen, in denen dank deines Einkaufs Seifen verteilt werden konnten. Hier wollen wir uns ansehen, wie es den Kindern geht und was sich verändert hat. Wir fahren nach Khunti, einer Region in der Nähe von Ranchi.

Gleich in der ersten Schule treffen wir auf ein bekanntes Gesicht. Die kleine Aarti kennen wir von einem Video der Welthungerhilfe. Darauf sieht man, wie die Kinder die wichtigen Schritte des richtigen Händewaschens lernen. Aarti ist auch auf unserem Weihnachtspaket zu sehen, dessen Kauf dieses Projekt unterstützt. Es ist unheimlich schön für uns, das Mädchen nun persönlich kennenlernen zu dürfen und zu sehen, dass es ihr gut geht. Sie und ihre Freundinnen waschen sich vor dem Essen in der Schule nun immer gemeinsam die Hände.

„Das Leben auf dem Land ist nicht leicht und jeder muss mit anpacken. Für mich ist es selbstverständlich, meine Mama im Haushalt zu unterstützen. Mein Herz schlägt für Gerechtigkeit für jeden Menschen, darum möchte ich später Polizistin werden.“

In der zweiten Schule wird uns ein tolles Konzept vorgestellt: das Schülerkabinett. Die Kinder wählen demokratisch die Mitglieder des Kabinetts, die ihre Interessen gegenüber Lehrern und Eltern vertreten. „Premierminister“ Karan und „Kommunikationsminister“ Ramesh sind stolz, dass ihre Mitschüler das Händewaschen so gut umsetzen.

„Manchmal brauchen die jüngeren Schüler Unterstützung von den älteren, weil sie beim Händewaschen Schritte vergessen. Aber das ist völlig okay!“

Auch wir sind begeistert davon, wie nachhaltig die neu erlernten Hygienepraktiken von den Schülern verinnerlicht und angewendet werden.

… und dürfen selbst Seifen verteilen

Wir besuchen an diesem Tag auch eine Schule, in der wir selbst Seifen verteilen dürfen. In einer offiziellen Zeremonie, die den Kindern verdeutlichen soll, wie wichtig Hygiene ist, übergeben wir die letzten Seifenstücke des Projekts. Nun sind insgesamt 400.000 Seifen an 64.215 Schüler ausgegeben worden. Die Freude und Dankbarkeit der Kinder sind berührend. Seife – die für uns alltäglich ist – ist hier besonders wertvoll.

Wir sind sehr dankbar, diese Kinder und ihre Familien zusammen mit der Welthungerhilfe unterstützen zu können. Mit diesem Gefühl machen wir uns am Abend auf den Weg nach Deoghar. Eine lange Autofahrt liegt vor uns, auf der wir die emotionalen Eindrücke des Tages auf uns wirken lassen können.

Wir besuchen gleich zwei Projekte in der Nähe von Deoghar

Am nächsten Tag besuchen wir eine weitere Schule in Dumka in der Nähe von Deoghar. Auch hier werden wir wieder warm und herzlich begrüßt. Die Schüler hängen uns selbstgemachte Blumenketten um und führen voller Stolz einstudierte Tänze vor. Für uns ist es total aufregend, einen Teil der reichen indischen Kultur hautnah mitzuerleben. Die Kinder zeigen uns auch, was sie gelernt haben: wie man sich richtig gründlich die Hände wäscht. Sie wissen genau, wie die Seife benutzt werden muss und welche Schritte sie durchführen müssen, um ihre Hände zu reinigen. Sie haben gelernt, dass dies notwendig ist, um die Übertragung gefährlicher Krankheiten zu vermeiden. Wir sind sehr berührt und stolz zu sehen, wie erfolgreich dieses Projekt ist und mit wieviel Freude die Kinder ihre Seifen benutzen.

Ein neues Projekt in Sonaraithari

Unser Weg führt uns auch in eine weitere Region, nicht weit von Deoghar. In Sonaraithari haben wir die Möglichkeit, ein weiteres Projekt der Welthungerhilfe zu besuchen. Auch hier werden bald Seifen verteilt, die durch den Kauf von share Produkten finanziert werden. Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts sind Gemüsegärten. Diese werden zusammen mit den Dorfbewohnern angelegt, um die Ernährungssituation zu verbessern. Wir treffen hier auf Minu Marandi, sie ist Mitglied des Schulverwaltungskomitees. Ihr Mann starb vor 10 Jahren. Seitdem erzieht sie die Kinder allein. Sie ist besonders stolz auf ihren großen Garten.

„Der Garten wirft mehr ab, als meine Familie essen kann. Es ist selbstverständlich für mich, der Schule im Dorf regelmäßig Gemüse für die Kinder zur Verfügung zu stellen.“

Ausklang in Kalkutta

Nachdem wir das Glück hatten, unzählige neue Eindrücke zu sammeln und sogar unser neues Projekt zu besuchen, machen wir uns auf den Heimweg. Zuerst fahren wir einen halben Tag lang mit dem Zug nach Kalkutta. Auf der Fahrt beginnen wir langsam die vielen Bilder und Emotionen zu verarbeiten.

In Kalkutta angekommen sehen wir erneut den Kontrast zwischen dem Leben auf dem Land und in der Stadt. Doch auch innerhalb der Metropole sind die Kontraste groß – neben modernen Hotels und Einkaufszentren für Touristen sieht man die Armut vieler Einwohner. Wir nutzen unseren letzten Tag in Indien, um all die kulturellen Eindrücke aufzusaugen, die sich uns an jeder Ecke bieten.

Kostja: „Eine knappe Woche voller unvergesslicher Eindrücke geht zu Ende. Ich bin unglaublich dankbar, die Möglichkeit gehabt zu haben, mich vor Ort davon zu überzeugen, dass eure Hilfe bei den Kindern ankommt.“

Wir werden noch lange brauchen, um diese unglaubliche Erfahrung zu verarbeiten. Zurück in Deutschland wissen wir: wir sind stolz auf das, was wir tun und voller Motivation, zusammen mit dir die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser zu machen.

Und das sind die Menschen, die für dich in Indien unterwegs waren

Unser share Team

Maria kümmert sich bei share um die Lieferkette und sorgt dafür, dass unsere Produkte pünktlich an ihr Ziel kommen – ob in die Regale von REWE und dm oder in dein Zuhause über unseren Webshop.

„Ich bin sehr gerührt und stolz, zu sehen, wie die Arbeit in Deutschland einen solch positiven Einfluss auf die Familien in Indien hat.“

Franzi ist Teil unseres Außendienstes. Sie sorgt im Raum Berlin dafür, dass unsere Produkte immer in den Regalen von REWE und dm zu finden sind.

„Im Endeffekt ist an diesem Projekt jeder beteiligt. Auch der Leiter eines Supermarktes der share verkauft. Ich bin unheimlich glücklich, Teil des Ganzen zu sein und es hier vor Ort zu erleben!“

Ben ist einer der Gründer von share. Er leitet den Bereich Marketing und hat im letzten Jahr bereits ein Wasserprojekt von share in Liberia besucht.

„Vor nur einem Jahr war share einfach eine Vision: die Idee, Menschen durch ihren alltäglichen Konsum die Welt verbessern zu lassen. Jetzt hier zu stehen und zu sehen, was aus dieser Idee entstanden ist, ist einfach irre. Hier ist die Welt wirklich ein Stück besser geworden.”

Unsere Unterstützer

Kostja Ullmann und Lisa-Marie Koroll: Die beiden Schauspieler sind Botschafter von share. Sie haben uns auf dieser spannenden Reise begleitet und ihre Eindrücke mit ihrer Community geteilt, um die Wichtigkeit solcher sozialen Projekte zu zeigen.

„Ich habe eigentlich noch nie so richtig über’s Händewaschen nachgedacht – das macht man halt einfach. In Deutschland bekommt man ganz einfach nicht mit, dass Hygiene woanders auf der Welt ein echtes Problem ist. In Jharkhand brechen viele Krankheiten aus, weil die Menschen sich keine Seife leisten können. Es ist unglaublich, zu sehen, wie sehr ein Stück Seife hier Leben verändern kann.“

„Ich bin sehr dankbar, Teil dieser Reise gewesen sein zu dürfen – es war eine unglaubliche Erfahrung. Besonders berührende Momente waren natürlich die Seifenübergaben mit den Schülerinnen und Schülern vor Ort. Echte, pure Freude und Dankbarkeit über etwas, das für uns so selbstverständlich ist. share macht es dem Konsumenten so einfach, etwas Gutes zu tun, bedürftigen Menschen zu helfen und Glück zu schenken.“

Starfotograf Christoph hat uns auf der Reise begleitet und all die eindrucksvollen Momente festgehalten, damit wir sie mit dir teilen können. Er selbst steht lieber hinter der Kamera … 😉 “Es war sicherlich eine der eindrucksvollsten Reisen in meiner Karriere, nicht zuletzt, da es viele Situationen gab, die man als normal Reisender in Indien niemals so authentisch miterleben würde.”

Unser Partner die Welthungerhilfe

Antje, Francesca, Pooja & Sasmita sind für die Welthungerhilfe in Deutschland und Indien tätig.
“So eine gemeinsame Reise an einen der ärmsten Flecken der Welt ist ganz schön intensiv und man durchläuft quasi alle Phasen des Teambuildings innerhalb kürzester Zeit. Ich bin dankbar, dafür dass ich Ben, Franzi & Maria und die share-Mission so besser kennenlernen konnte. Wir von der Welthungerhilfe freuen uns über die wachsende Kooperation und die tollen Projekte mit share vor Ort in Indien, aber vielleicht auch anderswo.”

Fotos: Christoph Köstlin          Instagram: @christophkoestlin          Facebook: fb.com//ChristophKoestlinPhotography          https://www.christoph-koestlin.com/