Hier kommt der Beweis: Du bist ein echter Weltretter! Warum? Weil die unzähligen Flaschen share Wasser, die seit März verkauft wurden, bereits über anderthalb Millionen Tage Trinkwasser finanzieren konnten.

Eine Reise zu den ersten share Brunnen in Liberia hat unserem Team gezeigt, wie viel gemeinsam mit deiner Hilfe erreicht werden kann. Begleitet wurden wir auf dieser Reise von den tollen share Botschaftern Nilam Farooq und Max von der Groeben. Was wir alles erlebt haben, wollen wir jetzt auch mit dir teilen!

Nach dem 1+1 Prinzip spendet jede verkaufte Flasche share Wasser einen Tag sauberes Trinkwasser für einen Menschen in Not. Dafür arbeiten wir mit verschiedenen Organisationen zusammen, die Brunnen in Entwicklungsländern bauen und reparieren. Zum Beispiel mit Aktion gegen den Hunger, die in Liberia mit deiner Unterstützung bereits zehn Brunnen reparieren und so 2.500 Menschen mit Trinkwasser versorgen konnte.

Und weil die lokale Bevölkerung in den Prozess involviert und zum Beispiel Gemeindevertreter ausgebildet wurden, die sich in Zukunft um die Instandhaltung der Brunnen kümmern, ist diese Versorgung auch nachhaltig gesichert. Im Mai haben wir uns mit dem share Team auf die Reise gemacht, um uns diese Brunnen anzuschauen und das Land und die Menschen kennenzulernen. Die Reise hat uns alle sehr bewegt. Und das nicht nur, weil Liberia ein spannendes Land ist und wir viele inspirierende Menschen getroffen haben – sondern vor allem, weil es einfach unglaublich ist, zu sehen, was hier mit deiner Hilfe in nur zwei Monaten erreicht werden konnte.

„Egal, wie klein meine Hilfe in dem Moment scheint, wenn ich in Deutschland ein share Produkt kaufe: Das alles zusammen ergibt dann etwas, was Leuten hilft. Das zu sehen war richtig cool”, sagt Nilam.

Liberia: ein gezeichnetes Land

Liberia – was für ein Land ist das eigentlich? Die westafrikanische Republik liegt zwischen Sierra Leone, Guinea, der Elfenbeinküste und dem Atlantik und ist mit viel Regenwald und hübschen Küsten eigentlich ein wunderschönes Land. Aber leider ist Liberia nach einem verheerenden und brutalen Bürgerkrieg, der von 1989 bis 2003 tobte, heute eines der ärmsten Länder der Welt. Die Infrastruktur ist größtenteils zerstört – selbst nahe der Hauptstadt Monrovia. Sehr viele Menschen müssen täglich weite Fußmärsche hinter sich legen, um an Trinkwasser zu gelangen. Aber selbst diese Quellen sind oft verschmutzt und das Trinken des Wassers führt zu Durchfallerkrankungen, welche bei wenig vorhandener Nahrung tödlich sein können. Funktionierende Brunnen in den Dörfern sind hier deshalb ein wichtiges Fundament für die Grundversorgung der Liberianer und eine große Erleichterung für ihren Alltag.

Ein Team, sechs Tage, zehn Brunnen und 2.500 geholfenen Menschen

Tag 1: Ankunft mit Hindernissen

Freitag: Start unserer Teamreise. Diese soll uns nach Careysburg im Montserrado County in Zentral-Liberia führen – denn hier befinden sich die reparierten und neu gebauten Brunnen. Zunächst aber müssen wir in die Hauptstadt Monrovia. Schon am Abflughafen in Berlin erwartet uns das erste Abenteuer: Die Hälfte unseres Teams verpasst den Flug nach Brüssel, von wo aus es weiter in Richtung Liberia gehen soll. Wir wissen nicht, ob sie den Anschlussflug bekommen werden.

Zwei Umbuchungen und drei Flüge später können wir schließlich kurz vor vier Uhr morgens sicher in Monrovia landen. Die Aufregung aber versiegt nicht: Für viele von uns ist es der erste Besuch in einem afrikanischen Land und der Flughafenbetrieb hier ist ungewohnt hektisch. Wir müssen unsere Pässe und Impfbücher mehrmals vorzeigen sowie Wärmekameras passieren, welche zur Prävention von Malaria und Ebola eingesetzt werden und treten dann hinaus in die Hitze von Monrovia.

Tag 2: Erstmal Ankommen

Mitten in der Nacht erreichen wir unser erstes Hotel etwas außerhalb von Monrovia. Hier nutzen wir den Samstag, um uns von der langen Reise zu erholen und uns langsam an das fremde Land zu gewöhnen. Viele von uns machen Ausflüge in die Umgebung, um Städte, Natur und Menschen kennenzulernen.

Tag 3: Ausgesetzt in Monrovia

Der Sonntag wird wieder sehr aufregend: Abends sollen wir in ein Hotel in Monrovia umziehen. Als wir dort ankommen, kommt der Schock: Das Hotel ist überbucht – wir stehen auf der Straße. Mitten in der Nacht, in einer Stadt, die für Ausländer extrem gefährlich ist. Mit viel Glück finden wir später dann doch noch ein Hotel, in dem wir für den Rest unserer Reise sicher unterkommen können.

Tag 4: Wir besuchen die ersten Brunnen!

Heute geht es endlich los zu „unseren“ Brunnen. Doch zunächst einmal müssen wir ein Sicherheitstraining absolvieren. Unsere Partner von Aktion gegen den Hunger erklären uns, wie wir uns in Notsituationen verhalten sollen und geben uns wichtige Hintergrundinformationen zu den Ortschaften und Brunnen. Nach dem Training fahren wir los in das Dorf Whedeh Town. Es liegt nur eine Stunde außerhalb der Hauptstadt und trotzdem haben die Einwohner hier fast keinen Zugang zu einer Grundversorgung – bis jetzt mussten sie sich für Trinkwasser an einem verdreckten Fluss bedienen und  sind dadurch häufig erkrankt.

In Whedeh Town besichtigen wir den ersten Brunnen, den Aktion gegen den Hunger mit der Hilfe von vielen tausend share Kunden reparieren konnte. Dieses unglaubliche Ergebnis hier direkt vor Augen zu haben, berührt uns alle sehr – nicht wenige von uns müssen eine Träne verdrücken.

Ich fand das total toll, als wir am ersten Brunnen standen und dort eine Gravur drin ist, die zeigt, dass das wirklich über share kommt, sagt Nilam. 

Besonders toll ist, dass Aktion gegen den Hunger auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt. Das heißt, dass die lokale Bevölkerung in den Prozess mit eingebunden und ausgebildet wird, sich selbstständig um den Brunnen und die Wasserversorgung zu kümmern.

Noch am gleichen Tag geht unsere Reise weiter in das Dorf John Tarr Town. Dieses ist in letzter Zeit immer weiter gewachsen und der lokale Brunnen hatte einfach nicht genug Kapazität für die immer mehr werdenden Dorfbewohner. Jetzt gibt es einen zweiten Brunnen – damit jeder Mensch im Dorf eine sichere Trinkwasserversorgung bekommt. Am Ende des Tages fallen wir total erschöpft von den vielen Eindrücken, aber unglaublich stolz in unsere Betten.

Tag 5: Hier stillen wir Wissensdurst

Heute besuchen wir zuerst die Philip Farm Public School. Hier kann ein Brunnen jetzt ganze 297 Schüler mit Trinkwasser versorgen – die gute Stimmung der Kinder steckt sofort an.

Ein bisschen bedrückt uns allerdings, dass der Schulleiter erzählt, dass sie Schwierigkeiten haben, die Schüler mit genügend Essen zu versorgen. Sofort nehmen wir uns vor, uns in Zukunft darum zu kümmern: Wenn wir hier in nur zwei Monaten alle mit Trinkwasser versorgen konnten, dann schaffen wir auch das! Heute gehen nur ein Viertel aller Kinder auf eine weiterführende Schule. Mit einer guten Grundversorgung können wir diese Zahl hoffentlich erhöhen.

Danach geht es direkt weiter nach New Community – 15 Gate. Hier lernen wir ein starkes Geschwisterpaar kennen, das gerade zusammen Häuser für ihre Familien gebaut hat. Bis heute mussten sie für Trinkwasser täglich fast zwei Stunden fahren: Jetzt werden sie durch einen „unserer“ Brunnen versorgt. So können die jungen Familien viel Geld sparen, das sonst für Benzin für den Roller draufgegangen wäre.

Tag 6: Abschluss und Abschied

Und schon ist unsere Reise nach Liberia vorbei – für uns fühlen sich die vergangenen Tage allerdings an wie Wochen. Wir haben so viele Eindrücke gesammelt, so viele tolle Menschen getroffen und eine Menge Gefühle durchlebt. Das alles besprechen wir mit unseren Partnern von Aktion gegen den Hunger bei einem De-Briefing. Danach machen wir uns auf die Heimreise nach Berlin.

Im Gepäck: Spannende Geschichten, eine Menge aufregender Impressionen, neue Freunde, eine ordentliche Portion Stolz und viel viel Motivation.

„Ich hab vor Ort live gesehen, dass das System wirklich funktioniert”, erzählt Max. „Wenn man das noch weiterspinnt, dann kann das wirklich sehr erfolgreich werden.”

2.500: Diese Menschen stecken hinter der Zahl

2.500 Menschen können mit den reparierten Brunnen in Liberia nun nachhaltig mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Das ist eine beeindruckende Zahl. Beeindruckend sind auch die Menschen, die hinter dieser Zahl stehen: Auf unserer Reise haben wir mit vielen von ihnen gesprochen und inspirierende Geschichten erzählt bekommen. Hier stellen wir dir schon mal drei von ihnen vor:

Mircy

Mircy ist eine echte Powerfrau: In John Tarr Town wurde sie von Aktion gegen den Hunger zu einer Brunnenmechanikerin ausgebildet und kümmert sich ab jetzt um die Trinkwasserversorgung ihres gesamten Dorfes.

Koko

Koko musste früher für sein Trinkwasser extrem weite Strecken zu Fuß laufen. Seinen Humor hat er dabei nicht auf der Strecke gelassen: Lachend erzählt er uns, dass mit dem neuen Brunnen um die Ecke jetzt sein tägliches Zwangsworkout ausfällt – und er vielleicht mit dem Joggen anfangen muss.

Lawubah

Lawubah arbeitet seit fast 20 Jahren für Aktion gegen den Hunger – und hat dafür schon in vielen Ländern gelebt: Zum Beispiel in Äthiopien, Bangladesch und Guinea. Heute ist er wieder zurück in seiner Heimat Liberia und leistet hier sehr viel Hilfe.