Lifestyle
Fünf Brands, die du unterstützen solltest und die dir Street Credibility bringen
29. September 2021

Irgendwie hat man mittlerweile das Gefühl, dass soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit an jeder Ecke warten und einem jeder Konzern geradezu ins Gesicht schreit: Hier bin ich! Ich bin nachhaltig! Und sozial! Und das, obwohl dies auf viele Modelabels leider gar nicht zutrifft – das trübt den Ursprungsgedanken vom bewussten Leben dann doch etwas. Wir meinen – really? Ihr schreibt euch green auf die Fahne und lasst eure Klamotten immer noch unfair in Billiglohnländern produzieren? So nicht. So sollte soziale Verantwortung nicht funktionieren, da geht doch auf jeden Fall noch was, oder? Ganz genau: Da geht einiges – das stellen so einige angesagte Brands aktuell grandios unter Beweis.

Denn bei all dem, was einem heute so den Atem stocken lässt, gibt es glücklicherweise auch eine langsam, aber sicher überquellende Handvoll Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Greenwashing und Pseudo-Sozialsein in die Schranken zu weisen und den Ton in Richtung Zukunft neu anzugeben. Sie zeigen auf den unterschiedlichsten Wegen, wie es laufen kann und wie viele verschiedene Gesichter der Begriff sozial eigentlich trägt. Diese Pionier:innen verwirklichen, wonach viele von uns lange gesucht haben: Weg vom eingestaubten Öko-Image und rein in eine Welt des Miteinanders, die den Zeitgeist versteht und verinnerlicht. Soziales Engagement ist heute genauso wichtig wie Style, Witz und Design es schon immer waren. Be hip, but social ist hier das Motto. Weil Mode eben nicht nur Spaß macht, sondern auch Gutes tun kann. Damit ist die folgende Liste schon lange überfällig, may we proudly share: Fünf Fashion-Brands mit Köpfchen, die du auf jeden Fall kennen solltest, um dein Street Credibility Game zu verändern.

1. One Warm Winter – Eine Initiative der Berliner Kreativagentur DOJO

One Warm was?! Asche auf nicht nur dein, sondern auch unser Haupt, denn für uns ist das ebenfalls ein neuer Begriff. Macht aber gar nichts, lass uns gemeinsam dazulernen: OWW ist ein Projekt der Berliner Agentur DOJO, das sich stark macht für Obdachlosenhilfe in Deutschland! Neben dem klassischen Spenden-Button auf der Website findet man hier eine Übersicht zu Projekten, wie zum Beispiel Home Street Home. Zusammen mit Immobilienscout24 soll wohnungslosen Menschen geholfen werden, eine zweite Chance zu bekommen. Für die Initiative wurde auch das Berliner Modelabel Muschi Kreuzberg mit ins Boot geholt; Promis wie Palina Rojinski, Visa Vie oder Joko Winterscheidt ließen sich hierfür im Home Street Home-Merch ablichten und tja, was soll man sagen, die Teile gingen weg wie heiße Semmeln. Kein Wunder, MuschiKreuzberg gilt mittlerweile über die Grenzen Berlins hinaus als großes Must-Have. Shoppen für den guten Zweck? Lieben wir. 

2. Melawear – Endlich Style am altbackenen Öko-Himmel 

In der Mitte Deutschlands findet man nicht nur die ehemalige Kurfürstenresidenz Kassel, sondern mittlerweile auch Melawear. Ausgewandert von Lüneburg, hat die Modemarke es sich auf die Brust geschrieben, den Weg zwischen Nachhaltigkeit und Stilgefühl zu ebnen. Ob Basics, zeitlose Styles, die begeistern, Rücksäcke oder Sneaker: Mela weiß, wonach du suchst und erweitert sein Sortiment am laufenden Band. Und das alles unter fairen Bedingungen für alle. Vom Material, zum Produktionsort, nach Deutschland und bis zu dir nach Hause, alles ist grün. Neben dem Fairtrade-Siegel und als Teil des Grünen Punkts darf die Marke sich auch mit dem GOTS-Zertifikat schmücken, das den höchsten Standard für Bio-Baumwolle stellt. Das alles klingt schon ziemlich gut und zu all der Transparenz auf der Website betreibt Mela noch mehr Aufklärungsarbeit in Form eines liebevoll eingerichteten Podcasts. Für dieses Engagement gibt es nicht nur einen Daumen nach oben, sondern auch ein dickes virtuelles Bussi durchs Internet. 

3. Armed Angels – The Mamas & The Papas aller Social Brands

Wer wären wir, das Urgestein und den Inbegriff sozialer Mode nicht mit in unsere Liste zu stecken? 2007 eröffnete die Brand einen völlig neuen Sektor, indem sie beschloss Mode herzustellen, die Gutes bewirken kann – eine Message, die bei vielen Leuten Gehör fand. Armed Angels hat es verstanden, unseren Sinn für Mode zu befriedigen und uns gleich ein gutes Gewissen mit in die Einkaufstüte zu geben. Sie stehen für vieles und setzen sich für noch viel mehr ein; am heutigen Zeitgeist und damit auf Social Media leistet das Label einen starken Auftritt und versteht es, hierüber Kampagnen laufen zu lassen. Erinnert sich die ein oder andere Person noch daran, wie Ende April auf Instagram ein bestimmter Repost unsere Storylines in Beschlag nahm? Let’s fight textile slavery together – für jeden Kommentar unter dem Post spendete Armed Angels einen Euro an eine Gewerkschaft in Bangladesh, die sich maßgeblich für Menschenrechte vor Ort einsetzt. Rasend schnell kamen hier 25.000 € zusammen, die der Gewerkschaft zugute gingen. Wenn man das alles so liest, hat man unglaublich viel Lust, sich eine Jeans der Brand zuzulegen – ein verdammt gutes Gefühl, wie wir finden.

4. Veja – Wie sie es besser machen als ihre Kolleg:innen 

Diese Brand hat es schon so lange gebraucht, denn wer Street Credibility hat, weiß, dass ohne den richtigen Schuh auch das beste Outfit in sich zerfällt. Obwohl die französische Marke schon seit 2004 existiert, sind wir erst in den letzten paar Jahren so richtig auf den schicken Sneaker mit dem V aufmerksam geworden. Gerade Veja hat ein wichtiges Statement mit ihrer Arbeit gesetzt, denn der Markt ist überflutet von Style-Labels, die unserem heutigen Anspruch nach Awareness nicht mehr gerecht werden können. Ob nachhaltige Materialien, faire Arbeitsbedingungen, Upcycling oder soziale Projekte, Veja hat überall seine Finger mit drin und liefert uns am Ende eine immense Auswahl an nicen Sneakern, die unser Style-Game auf ein anderes Level bringen. Mittlerweile sind die Schuhe in vielen Onlineshops erhältlich, ein Zeugnis dafür, wie sich die Idee von einem guten Schuh salonfähig gemacht hat. Wir feiern das und eine riesige Auswahl, wir feiern vor allen Dingen auch, wie gezeigt wird, dass Sneaker auch anders gehen – Danke Veja! 

5. Organic Basics – Besser durchatmen können, nicht nur beim Kauf

Zu guter Letzt stellen wir euch noch ein weiteres wichtiges Label vor, das es sich vor allem auf die Brust geschrieben hat, klimaverträglich zu agieren – in jeder Hinsicht. Es fängt mit der Website an, denn guess what, auch Internet kann umweltschädigend sein, geht mit einer Menge Projekten weiter, für die sich Organic Basics einsetzt und mündet in einer breiten Auswahl an Fashion, die deinen Kleiderschrank füllen kann. Nicht nur Basics wie T-Shirts und Hoodies können hier erworben werden, sondern auch Unterwäsche und Sportbekleidung, also alles, was das stilsichere Herz begehrt. Was wir besonders cool finden, ist die Verantwortung, um der sich die Brand bewusst ist. Sie verstehen, dass man sich heute Nachhaltigkeit nicht mehr einfach so zu schreiben kann, sondern auch was dafür leisten muss. Und das kriegen sie ziemlich gut hin: Transparent und ausführlich erklärt, pflegt das Label einen riesen Input an Wissen und Infos rund um CO₂ auf der Website ein, sodass wir einiges dazulernen können, wenn es mal wieder Zeit für eine neue Sportleggings wird.   

Hoffentlich hat dir diese kleine, aber feine Auswahl an Labels gezeigt, dass soziale Verantwortung und Awareness im Fashion Sektor angekommen sind. Sicher gibt’s noch einige andere Bereiche, welche beweisen die Stimme des Zeitgeistes gehört zu haben, schau dafür auch mal hier vorbei: (Querverlinkung Beitrag Weltverbesserer). Spätestens jetzt sollte Street Credibility kein Thema mehr für dich sein, denn du bist bestens ausgestattet, um beim nächsten Drink am Späti dein neu gewonnenes Wissen sharen zu können. Wir freuen uns, dein Social Impact-Game auf ein anderes Level gebracht zu haben, stets zu Diensten! Und wer wirklich groß im Social Impact Game ist? Well, we share a secret 😉

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