Treffen sich ein App-Gründer, ein Ruderer, eine Entwicklungsforscherin und ein Schauspieler… Was eher wie der Anfang eines schlechten Witzes klingt, ist der Beginn von share. Was share überhaupt ist und wer hinter dem Start-up aus Berlin steckt, zeigen wir euch in unserem ersten Blogpost.

Da ist er – unser erster Blogpost! Ab sofort halten wir euch hier auf dem neusten Stand über uns, unsere Produkte und unsere sozialen Projekte. Aber erstmal von vorne: Was ist share überhaupt?

Gründer Sebastian über share:

 

Wenn Vergesslichkeit den Gründergeist weckt

Es gibt Start-ups, die haben fancy Gründerstorys, einige denken sich sogar extra welche aus. Die Idee zu share ist fast zufällig beim Lunch entstanden. Ganz simpel. Denn normalerweise spendete share Geschäftsführer Sebastian beim Mittagessen immer eine Mahlzeit an einen Menschen in Not, über die von ihm gegründete App ShareTheMeal – eine App, bei der man mit einem Klick eine Mahlzeit spenden kann. Das Problem: Ohne Handy keine Spende über die App. So kam Sebastian auf die Idee, dass es auch ohne App möglich sein sollte, sein Essen zu teilen.

Beim gemeinsamen Frühstück erzählte Sebastian Ben, der als einer der ersten Mitarbeiter bei ShareTheMeal schon zusammen mit Sebastian arbeitete, von seiner Idee. Die Beiden entwickelten das 1+1 Prinzip. Die Idee Nussriegel, Mineralwasser und Handseifen ins Produkt-Repertoire aufzunehmen, entstand, um die Bedürfnisse eines menschenwürdigen Lebens – Essen, Trinken und Hygiene – abzudecken. Zu diesem Zeitpunkt war auch Co-Gründerin Iris schon mit im Boot. Mit Tobias, den die drei bei einem Start-up-Treffen kennenlernten, kam die richtige Expertise in Sachen Sales dazu.

 

 

Gemeinsam konnte das Gründer-Team mit dem Konzept und ihrer Passion dann nicht nur die sozialen Projekte Berliner Tafel und Aktion gegen den Hunger als Partner gewinnen, sondern auch REWE und dm von share überzeugen, sodass die Produkte seit dem Launch am 12. März 2018 in mehr als 5.000 Filialen deutschlandweit erhältlich sind.

Ein App-Gründer, ein Ruderer, eine Entwicklungsforscherin und ein Schauspieler

Unterschiedlicher könnten die share Gründer und ihre Backgrounds wohl kaum sein. Was sie vereint, ist die gemeinsame Vision, mit share eine Marke aufzubauen, die hochwertige Produkte herstellt und dabei gleichzeitig jenen hilft, die nicht so viel Glück in ihrem Leben hatten – und damit sozialen Konsum in Deutschland zu etablieren. Übergeordnet soll share der Beweis sein, dass es unternehmerisch Sinn macht, echte gesellschaftliche Bedürfnisse zu adressieren und dass soziale Verantwortung zumindest mittelfristig die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens verbessert. Und das sind die share Gründer „in a nutshell” – oder wie wir sagen „in a Nussriegel”!

 

Foto: Gene Glover

 

Sebastian Stricker

  • Vor share: Magisterstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien, Pro­motion im Fach Politikwissenschaft, Unternehmens­berater bei der Boston Consulting Group, danach bei der Clinton Stiftung, später für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) in Tanzania und Westafrika, 2013 Gründung der Spenden-App ShareTheMeal
  • Bei share: Gründer und Geschäftsführer
  • Im Büro bekannt als: Quoten-Ösi, #alwayssnacking, Ayurveda-Fan

 

 

 

Foto: Gene Glover

 

Ben Unterkofler

  • Vor share: über zehn Jahre erfolgreicher Schauspieler, u.a. im Tatort, Studium der BWL und internationaler politischer Ökonomie an der Universität zu Köln und der LSE in London, Arbeit im Bundes­tag und im Europäischen Parlament, dann bei ShareTheMeal
  • Bei share: Gründer und Leitung Marketing
  • Im Büro bekannt als: Influbencer, Promi-Magnet, „share-wear”-Liebhaber

 

 

 

 

Foto: Gene Glover

 

Iris Braun

  • Vor share: Studiums in VWL, Politik und Philosophie in Oxford, Arbeit für die Entwicklungshilfe in Südostasien, Beraterin u. a. für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, die Weltbank sowie für verschiedene Lebensmittelkonzerne, Master in Entwicklungsökonomie in Harvard, Leitung eines Feldforschungsprojekts in Süd-Indien und Bangladesch
  • Bei share: Gründerin und Leitung Produkt und Soziale Projekte
  • Im Büro bekannt als: Stehtisch-Workaholic, Allwetter-Radfahrerin

 

 

 

 

Foto: Gene Glover

 

Tobias Reiner

  • Vor share: Ruderer für das deutsche U23-Nationalteam, Zivildienst in einer Einrichtung für Straßenkinder in Peru, BWL-Studium an der Viadrina in Frankfurt, Start-up-Erfahrungen bei Coffee Circle und mymuesli
  • Bei share: Gründer und Leitung Partnerschaften
  • Im Büro bekannt als: Croissant-Dealer, Team-Papi, Handwerker unseres Vertrauens

 

 

 

Yoga-Sessions im Besprechungsraum

Seit der Gründung von share 2017 hat sich einiges getan: Das Team ist auf 18 „sharies” gewachsen und auch unser Officespace hat sich vergrößert. Angefangen mit drei Schreibtischen in einem Raum unterm Dach zusammen mit einem anderen Start-up, genießen wir mittlerweile den Ausblick aus unserem Büro im 5. Stock am Oranienplatz in Kreuzberg – mit immerhin stolzen zwei Büroräumen plus „Mini-Telefonzelle”.

Davon, wie es in einem Berliner Start-up zugeht, kursieren allgemein ja die spektakulärsten Vorstellungen – vom Kickerspielen über Bierpong-Tuniere bis zur Massage-Pause. In unserem Office am Oranienplatz in Kreuzberg geht es bisweilen als Ausgleich zum täglichen Arbeitspensum entspannt zu: Trotz chronischem Platzmangel werden einmal wöchentlich in der Früh die Tische im Büro/Meetingraum für eine Yogasession zusammengeschoben. Das gesamte Team stellen wir nach und nach auf unserem Blog vor – hier vorab ein paar Impressionen aus dem Büro sowie den Events, auf denen unterwegs waren.

 

 

Was wir sonst noch lieben: gemeinsam brunchen im Büro, unsere Filterkaffeemaschine, unseren Smoothie-Maker, Grünpflanzen auf jedem Gruppentisch und im Mini-Besprechungsraum, Mülltrennung, share-wear tragen, unseren Zitronenbaum – und die erste Ernte, Bullshit-Bingo

Text: Lesley-Ann Jahn || Fotos: Gene Glover (4), Brittni Bowering (1)